Medikamentöse Therapie

Liegt eine aggressive und schnell verlaufende Form der Parodontitis vor, kann über die mechanische Reinigung der Wurzeloberflächen hinausgehend der Einsatz von Antibiotika notwendig sein. Welche Antibiotika dabei zum Einsatz kommen, hängt u.a. vom klinischen Erscheinungsbild der Erkrankung und möglichen Allergien des Patienten ab. Darüber hinaus können Bakterientests, die speziell darauf ausgerichtet sind, die Art und Menge der in der Zahnfleischtasche vorhandenen Keime zu bestimmen, einen Hinweis darauf geben, welche Medikamente sinnvoll sind.

In der Regel wird ein Antibiotikum oder die Kombination von zwei Antibiotika verordnet, deren Wirksamkeit bei Parodontitis gründlich erforscht ist. Unter Umständen kann auch ein spezielles antibiotisches Gel mehrfach in die Zahnfleischtasche eingebracht werden.
 
Nach der Behandlung ist es sinnvoll, den Mundraum und die gereinigten Zahnfleischtaschen mit desinfizierenden Lösungen und Gels zu behandeln. Ziel ist dabei, die Zahl der Bakterien weiter zu reduzieren, damit sich am Zahnfleischrand ungestört neue Fasern anheften können, die einen straffen Zahnfleischsaum bilden können. Welches Behandlungsschema für Sie geeignet ist, wird in der Vorbehandlungsphase festgelegt und Ihnen vorgestellt.

 
Dr. med dent. Ingrid Schneider | Dr. med dent. Jacqueline Sommer